Der große Report: Markisen von Inge Gaebel

Das Freiluft-Wohnzimmer
Wie herrlich: Am späten Nachmittag im Schatten sitzen, den Blick auf den See gerichtet! Neben uns der Sundowner und ein kleines Häppchen gegen den ärgsten Hunger, gekocht wird später. Wir genießen den Blick auf die letzten Segler und Surfer, die jetzt noch reinkommen. Unsere eigenen Sachen haben wir nach einem wundervollen, windreichen Tag auf dem Wasser bereits verstaut und können nun entspannt den Abend genießen. Noch immer hat die Sonne Kraft, und wir sind froh, draußen zu sein und doch geschützt zu sitzen. Später wird es nachtkühl werden, und dann werden wir erst recht froh über unsere Markise sein.

Herstellerauswahl
www.arisol.it
Bodenbeläge


www.bolon.com
Bodenbeläge


www.certisil.de
Reiniger


www.drkeddo.de
Reiniger


www.fritz-berger.de
Vorzelte, Markisen, Sonnensegel


www.dometic.de
Markisen


www.fiamma.it
Markisen, Sonnensegel


www.frankana.de
Vorzelte, Markisen, Sonnensegel


www.friedola.de
Bodenbeläge


www.movera.com
Vorzelte, Markisen, Sonnensegel


www.peggypeg.de
Heringe


www.prostor.be
Markisen


www.reimo.com
Vorzelte, Markisen, Sonnensegel


www.thule.com
Markisen, Vorzelte


www.wm-aquatec.de
Reiniger


www.yachticon.de
Reiniger

Wenn man so den Blick über den Campingplatz schweifen lässt, sieht man eine bunte Vielfalt an Sonnenschutz-Möglichkeiten. Da sind zum Beispiel ganz einfache Sonnensegel aufgebaut. Sie sind auf der einen Seite ans Fahrzeug angebunden, nach vorne hin werden sie von zwei oder drei Stangen gestützt. Man muss nachts manchmal aufpassen, dass man nicht über die Schnüre stürzt, aber die meisten Camper haben die Heringe ordentlich bis in den Boden geschlagen, und hier und da sieht man sogar Leuchtschnüre – sehr aufmerksam!
Manche haben an ihrem Multivan die Stange für das Sonnensegel einfach mit großen Saugnäpfen befestigt. Der Lack darunter sieht sauber aus, man kann es leicht demontieren und das Ganze jederzeit auch an einem anderen Fahrzeug verwenden. Und dort ist der Schleusenstab in eine angebaute Schiene gelegt und mit einigen Klammern festgeklemmt.
Hersteller der Schatten spendenden Markisen sind Dometic, Fiamma, Prostor und Thule. Sie bieten eine Vielzahl von Modellen an, egal ob zur Montage an einer senkrechten Wohnmobil-Seitenwand oder zur Dachmontage bei Kastenwagen. Markisenlängen gibt es von 260 Zentimeter (Fiamma F45S) bis 603 Zentimeter (Thule 8000), Sonderlängen sind als Maßanfertigung mit einigen Wochen Lieferzeit möglich. Einmal montiert bleiben sie am Fahrzeug, sind immer dabei und damit auch stets parat – egal ob man einem Regenschauer trotzen oder den Nachmittagskaffee bei 30 Grad Celsius im Schatten trinken möchte. Die Auszugslänge vom Fahrzeug aus variiert zwischen 200 und 275 Zentimetern; der zumeist verwandte Standardauszug misst 250 Zentimeter.
Einfach gehaltene Modelle sind von Hand ausrollbar. Sie werden gerne bei kleinen Campingfahrzeugen und bei Caravans eingesetzt. Das Ein- und Ausrollen erfolgt manuell und macht so ein wenig mehr Arbeit als das Öffnen und Schließen der Markise mit der Kurbel – dafür sind diese Modelle günstiger. Große und hoch angebrachte Markisen verfügen oft über einen Motor, bei manchen bereits vorhandenen Modellen lässt sich ein solcher auch nachrüsten.
Natürlich sind die Modelle in unterschiedlichen Gehäusefarben lieferbar, können also an das Design des Fahrzeugs angepasst werden. Auch ein ganzes Sortiment an Tuchfarben deckt die gängigen Töne ab.
Die Gelenkarme und die Befestigung am Fahrzeug tragen die Last des Windes und der Nässe bei Regen. Auf deren Qualität muss also Verlass sein.
Darüber hinaus müssen auch die Stützfüße ordentlich befestigt sein. In eingefahrenem Zustand verschwinden sie in der vorderen Leiste des Markisenkastens. Ist diese nun ausgekurbelt, klappt man sie heraus und stützt die ausgefahrene Markise darauf ab. Zwei Positionen sind geeignet: einmal senkrecht unter dem Auszug auf dem Boden. Das geht gut bei erdigen Böden, Kies und festem Sand. Findet man aber Asphalt vor, lassen sich die Stützen nicht mehr fixieren. In diesem zweiten Fall schiebt man sie in die Halterungen am Fahrzeug ein. Zum Abschluss noch gespannt fixieren – dann bleibt alles schön stabil. Hersteller Dometic allerdings verzichtet komplett auf solche Füße. Hier sitzt man stützenlos im Schatten.

Die Markise richtig behandeln

Aufstellen
Um die Markise richtig auszufahren, wird sie nur soweit ausgekurbelt, dass man die Stützfüße nach unten ausklappen kann. Jetzt weiterkurbeln und dabei die Füße Stück für Stück nachrücken. So bleiben die Gelenke ohne übergroße Belastung. Stützfüße in die Halterung am Fahrzeug einstecken oder mit Heringen im Boden sichern. Das Tuch ein klein wenig zurückkurbeln, um es glatt zu ziehen.

Befestigen auf dem Boden
Herings-Spezialist PeggyPeg hat sehr haltbare Lösungen entwickelt. Mit einem Akkuschrauber aus dem Baumarkt werden die knallig bunten Schraubheringe in den Boden gedreht – egal ob Erde, Schotter oder Wiese. Hochstabil und sorgfältig durchdacht fixieren sie in nahezu allen Böden sämtliche Aufstellstangen von Markisen, Sonnensegeln und Sturmabspannungen.

Wetter und Unwetter
Es regnet. Das Wasser sammelt sich, drückt den Stoff nach unten, es bilden sich Wassersäcke. Um diese zu vermeiden, kann man einen Stützfuß ein wenig tiefer einstellen – so läuft das Regenwasser seitlich ab. Gebogene Rafterstangen bilden einen Bogen nach oben, sodass ein Wassersack gar nicht erst entsteht.
Doch nun kommt Wind auf – was tun? Leichte und mittlere Winde stellen kein Problem dar. Die Markise kann mit einer Spannstange gespannt werden, ein Sturmgurt sichert sie nach unten hin. Korrekt verspannt läuft der Gurt von außen unten um die Stützfüße herum, dann zwischen Tuch und Gelenkarm hindurch, zur anderen Seite hin und auf dem gleichen Wege wieder nach unten und nun vom Fahrzeug weg. Noch einmal die Stützfuß-Schrauben nachziehen, damit sie nicht nach unten wegsacken. So sitzt der Gurt richtig und zieht die Markise nach außen-unten. Niemals den Gurt über den Markisenstoff legen, das würde ihn zerstören. Die Federn am Ende der Gurte gleichen Bewegungen durch den Wind aus, so ist die Markise gut gesichert.
Und jetzt geht’s richtig los, es fegt, was das Zeug hält: Für Surfer und Segler das pure Glück, bedeuten große Windstärken für den Wohnmobilisten zurückgeschlagenes Markisen-Tuch und Schäden an Markisen-Halterung und Fahrzeug. Also unbedingt bei starkem oder böigem Wind frühzeitig die Markise einziehen!

Versicherung
Und wenn doch einmal etwas kaputt gegangen ist? Im Normalfall sind Markisen als „fest verbundene Anbauteile“ beim Fahrzeug mitversichert. Hierfür muss die Versicherung aber erst einmal wissen, dass eine Markise am Fahrzeug ist. Am besten meldet man sie gleich nach dem Kauf bei der Versicherung an, was in aller Regel den Versicherungsbetrag nicht verändert. Hat nun ein Sturm die Markise in Mitleidenschaft gezogen, muss dies unverzüglich gemeldet werden. Die Versicherung wird die Wetterdaten des Standortes mit den Angaben des Versicherungsnehmers vergleichen, bei größeren Schäden wird unter Umständen ein Gutachter hinzugezogen.

Pfleglich umgehen
Wenn man die Markise nass einfahren muss, weil es nach Hause geht, wird das Tuch nach einer Weile Stockflecken bekommen. Also nach dem Urlaub an einem schönen Tag die Markise vollständig herauskurbeln und gut trocknen lassen, das ist schon die halbe Miete. Ferner am Ende der Saison gründlich mit einem Besen und sanftem Reinigungsmittel putzen, gut nachspülen und richtig trocknen lassen. Bei älteren Markisen sollten die Gelenke mit einem geeigneten Spray gängig gehalten werden. Immer mal schauen, ob die Seitenkappen des Gehäuses in Ordnung sind, sie müssen manchmal unter Ästen nahe stehender Bäume leiden und sollten gegebenenfalls ausgetauscht werden. Ist doch einmal ein Riss im Markisentuch, kann man dieses mit einem PVC-Kleber aus dem Fachhandel wieder richten. Mehr braucht es nicht, um lange Freude an der Markise zu haben. „Pfleglich umgehen“ heißt aber auch: Vorsicht beim Fahren, denn manche Äste oder Felsvorsprünge können große Schäden verursachen.

Jede Menge Zubehör
Nun will man sein Außen-Wohnzimmer ja auch schön und praktisch gestalten. Sauber bleibt der Boden mit einem Zeltteppich, dieser lässt Schmutzpartikel durchfallen, kann gekehrt werden, und es läuft sich wunderbar barfuß darauf. Haken und Ösen nehmen all die Kleinigkeiten auf, die zur Hand sein wollen. LED-Leuchten ab Werk oder zum Nachrüsten ermöglichen die Lektüre spannender Bücher vor dem rollenden Haus.

Das Markisenvorzelt
Zu guter Letzt kann die gute Stube bei Bedarf geschlossen werden. Die Hersteller haben für ihre jeweiligen Modelle passende Front- und Seitenteile gefertigt. Zelteingänge, bis oben hochrollbar, Fenster mit Klarsichtfolie und dichtem Moskitonetz sowie Faulstreifen unten gegen eindringende Nässe erheben die Elemente zu vollwertigen Vorzelten. Und wenn man nur einen seitlichen Wind- oder Sichtschutz benötigt, baut man eben nur diesen auf – und genießt den Rest des Tages.

Fazit
Sonnensegel und Markisen sind zügig aufgebaut und beinahe grenzenlos flexibel. Viel Zubehör erleichtert das Leben in der Außenstube, und so schafft man sich einen fließenden Übergang von drinnen zu draußen: Da kann der Sommer kommen!

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