Abenteuer Tiefenhöhle Laichingen von Wolfgang Ufrecht | Frank Willig
Infos
Heimat- und Höhlenverein Laichingen
Höhleweg 100 · 89146 Laichingen
GPS: 48° 28′ 42.7” N / 09° 41′ 36.4” O
Tel. 07333-5586
www.tiefenhoehle.de


Öffnungszeiten 2014:
Die Tiefenhöhle ist vom Palmsonntag bis zum Ende der Herbstferien in Baden-Württemberg (Anfang November) von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr) geöffnet.Eintritt:
Erwachsene: 3,80 Euro, Kinder: 2,80 Euro, Familien: Das dritte und weitere eigene Kinder sind frei. Angebot für Gruppen (ab 20 Personen): Erwachsene: 3,50 Euro, Kinder: 2,50 Euro (im Klassenverband)
Die Tiefenhöhle ist für Besucher jeder Altersklasse offen. Kinder unter sechs dürfen die Höhle sogar kostenlos besuchen. Die steilen Treppen sind für kleine Kinder jedoch etwas schwierig. Kinder unter 14 Jahre sollten in Begleitung eines Erwachsenen sein.

Die ca. 30 km von Ulm entfernte und insgesamt 1.253 Meter lange Tiefenhöhle wurde im Herbst 1892 von Johann Georg Mack beim Schürfen nach Dolomitsand durch einen Zufall entdeckt. Schon bald nach der Entdeckung begann die Erforschung der Höhle durch Laichinger Bürger. Bereits 1906 war eine 12-köpfige Gruppe bis in 80 Meter Tiefe zum „See“ vorgestoßen, dem bis heute tiefsten Punkt der Höhle. Mit dem provisorischen Einbau von Holzleitern und der Anlage von Wegen wurde nach dem Ersten Weltkrieg begonnen, 1936/37 kam elektrisches Licht hinzu. 1947 übernahm der Höhlen- und Heimatverein Laichingen e. V. die Höhle und führte deren weitere Erforschung sowie den Ausbau eines neuen Schauteils (1970 bis 1975) mit einem zweiten Ausgang fort.
Der etwa 40-minütige Gang durch die Höhle gibt Einblicke in den geologischen Aufbau der zum Weißen Jura gehörenden Massenkalk-Formation. Sie ist hier als kompakter und massiger Riffkalk ausgebildet, der vor allem im oberen Abschnitt der Höhle großräumig zu Dolomit und „Zuckerkörnigem Lochfels“ umgewandelt ist.
Die Orientierung der Gänge und bis zu 45 m tiefen Schächte verhilft dazu, Alter und Entstehung der Tiefenhöhle mit der geologischen Geschichte der umgebenden Alblandschaft in Verbindung zu bringen. Weil man hier neben dem Studium des geologischen Aufbaus der Mittleren Alb auch den etwa fünf Millionen Jahre dauernden Verkarstungsprozess nachvollziehen kann, wird die Laichinger Tiefenhöhle als „Geologisches Röntgenbild der Schwäbischen Alb“ bezeichnet.
Im Eingangsgebäude zur Tiefenhöhle befindet sich ein höhlenkundliches Museum. Es informiert die Besucher über die Karst- und Höhlenkunde (Speläologie) und ihre verschiedenen Teildisziplinen. Das Phänomen „Höhle“ und die Beziehung zwischen Mensch und Höhle stehen im Vordergrund der Ausstellung.

Auch noch in der Nähe
Bei der Tiefenhöhle beginnt ein 11,5 km langer karstkundlicher Wanderweg, welcher durch die für die mittlere Schwäbische Alb typische Kuppenlandschaft führt. Auf dem Weg liegt u. a. der „Hohle Stein“, eine aus einer einzigen Halle bestehende Höhle mit 260 Quadratmetern Grundfläche.
Reisemobil-Stellplatz
Heidehof, Camping- und Freizeitzentrum
Heidehofstraße 50 · 89150 Laichingen
GPS: 48° 48′ 42.1” N / 09°44’49.9” O
Tel. 07333-6408
www.heidehof.info
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