Museumswohnung WBS 70 Hellersdorf von Frank Willig
Infos
Museumswohnung WBS 70
Hellersdorfer Straße 179 · 12627 Berlin
GPS: 52°32‘03.5‘‘ N/13°35‘35.0‘‘ O
Tel. 0151-16114447
Infos: www.stadtundland.de


Öffnungszeiten:
Sonntags 14-16 Uhr (außer Feiertage) und nach Absprache


Eintritt:
Freier Eintritt


Anfahrt:
Mit der U-Bahn U5 Richtung Hönow bis U-Bahnhof. Cott­busser Platz


Zusatzinfo:
Für eine komfortable Ausstattung wie in der Museumswohnung mit einem FORON-Elektroherd, einer Schrankwand aus den VEB Möbelwerken Schleiz und einem Farbfernseher von RFT Staßfurt musste man lange arbeiten. Beispielpreise für die ausgestellten Einrichtungsgegenstände:

  • Farbfernseher: 4.200 Mark
  • Schrankwand: 4.000 Mark
  • Küchentisch: 73 Mark
  • Sofa: 920 Mark
  • Sessel: 380 Mark
  • Couchtisch „Zweizughubtisch“: 219 Mark

In der Summe sind das 9.792 Mark. Das Durchschnittsnettoeinkommen eines Arbeitnehmers in der DDR betrug 969 Mark.

Ostalgie in Velours
Drei Zimmer, 61 Quadratmeter, WBS 70 – das sind die Eckdaten der 1986 vom VEB Wohnungsbaukombinat Cottbus in Berlin-Hellersdorf erbauten Wohnungen, von welchen die letzte übrig gebliebene „Platte“ heutzutage als Museum besichtigt werden kann. 644.900 Wohneinheiten des Typs WBS 70 wurden zwischen 1973 und 1990 auf dem Gebiet der ehemaligen DDR errichtet, allein 42.000 in Hellersdorf und davon 1.850 im dortigen Grabenviertel. Als diesem eine Komplettsanierung bevorstand, entschied der Vorstand der „Stadt und Land Wohnbauten Gesellschaft mbH“ eine Wohnung im Originalzustand zu erhalten und somit ein Stück Baugeschichte zu bewahren. Seit dem Jahr 2004 ist diese für interessierte Besucher zugänglich, die beim Überschreiten der Türschwelle um einige Jahrzehnte zurückversetzt werden. Denn in der Hellersdorfer Straße 179 ist die Zeit stehengeblieben: Die komplette Einrichtung – vom Sofa, der Toilette und der Schrankwand über das Besteck, den Fußbodenbelag sowie den Eierbechern bis hin zu Türbeschlägen und Lichtschaltern ist alles „Original-DDR“ und wurde mühevoll zusammengestellt.
Erklärende Tafeln bieten den Besuchern dabei interessante Informationen: So nahm der Bau einer solchen Wohnung in Modulbauweise ganze 18 Stunden in Anspruch, betrug die Miete einst günstige 109 DDR-Mark. Zum Vergleich: Der beim RFT Staßfurt produzierte Farbfernseher verschlang seinerzeit 4.500 Mark und kostete somit mehr als dreimal so viel, wie das durchschnittliche Bruttogehalt im Jahr 1989 mit 1.322 Mark betrug.
Heute wird die Wohnung vor allem sonntags besucht, zwischen 14 und 16 Uhr ist sie (außer an Feiertagen) geöffnet. Auch Schulklassen oder internationale Delegationen nutzen die Möglichkeit, eine „alte Welt“ hautnah zu erleben. Besucher werden dabei seit vielen Jahren von Wolfgang Sawatzki begrüßt, einem früheren Mitarbeiter der „Stadt und Land“. Er ist ein Hellersdorfer Urgestein und kann sachkundig Auskunft über Wohnen und Leben in der „Platte“ geben. Auf geht’s „back to the roots“!

Stellplatz Berlin
Stellplatz Köpenicker Hof
Stellingdamm 15 · 12555 Berlin
GPS: 52°27‘33.9‘‘ N/13°35‘07.8‘‘ O
Tel. 030-65015042
Ganzjähriger kostenpflichtiger Stellplatz für 30 Reisemobile und Caravans am alten Köpenicker Gaswerk auf Asphalt, Schotter oder Wiese, ruhig und von Wald umgeben in der Nähe des Müggelsees. Vier Minuten Fußweg zum S-Bahnhof, fünf Minuten Fußweg zu einem Einkaufzentrum mit 120 Geschäften. Preis/Nacht: 12,00 – 20,00 Euro, Hunde 3,00 Euro. WLAN (kostenpflichtig) vorhanden.
www.koepenicker-hof.de
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